Conférence Theater statt unterricht ?

Désolé, ce texte n’existe pas en français.

Die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden wurde im Kontext der ersten europaweiten PISA-Studie vor allem dadurch bekannt, dass sie als eine der besten Schulen in der ansonsten stark gebeutelten Schullandschaft Deutschland hervorging. Und das, obwohl – oder weil – hier in der reformpädagogischen Tradition nicht nur reine Wissensaneignung angesagt ist, sondern sehr viel Freiraum für selbständiges Lernen, Teamarbeit, innere Differenzierung und nicht zuletzt für Theater und Kunstprojekte eingeräumt wird. Dazu die Schulleiterin Ingrid Ahlring : Besucher unserer Schule äußern sich immer wieder verwundert darüber, dass wir es wagen, In Zeiten ständiger Diskussion über Leistung oder gar Schulzeitverkürzung Unterricht zugunsten von Theaterspiel in erheblichem Umfang auszusetzen. Das hartnäckige Gerücht, Theaterspielen mache auch schlauer in Mathematik (…) lässt sich zwar wissenschaftlich nicht belegen, enthält jedoch einen wahren Kern. Dass intensive Beschäftigung mit Formen kultureller Praxis – ob nun in der Musik, der Kunst, im Theaterspiel oder durch Tanz – beiträgt zum Kompetenzerwerb, der auch für anderes wie z.B. die harten“ Schulfächer nötig ist, dafür gibt es in der Tat inzwischen zahlreiche Belege“. Neugierig geworden ? Nun, in Luxemburg, wo in der Regel jede Minute, die aus einem prall gefüllten und rigiden Stundenplan für Kunst und Kultur geopfert“ (sic) wird, dreimal rechtfertigt und generalstabsmäßig durchorganisiert werden muss, ist man von der bloßen Vorstellung von Theater STATT Unterricht“ noch Lichtjahre entfernt. Macht die Idee nicht Angst ? Zitat : So ein Theater ! – Statt des regulären Unterrichts findet traditionell in zwei Klassen des Jahrgangs 9 an der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden einmal im ersten und einmal im zweiten Schulhalbjahr für FÜNF Wochen nichts anderes als nur“ Theater statt. – Nichts anderes ? Nur Theater?“ (Brigitte Reinbacher-Kaulen)

Eine Veranstaltung in der Diskussionsreihe Kunst sucht Schule“, organisiert von CarréRotondes unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Bildung Mady Delvaux-Stehres, der Kulturministerin, Octavie Modert und der Schulschöffin der Stadt Luxemburg Colette Mart. In Zusammenarbeit mit dem Ministère de l’Education nationale, dem Service de l’Enseignement de la Ville de Luxembourg, dem Lycée Ermesinde Mersch, der Theaterfederatioun Lëtzebuerg und der Université du Luxembourg – Bachelor en Sciences de l’Education.